
Die Kandidose ist eine Pilzinfektion, die durch Candida-Arten verursacht wird. Sie kann Haut, Schleimhäute oder innere Organe befallen. Die Kandidose gilt als opportunitische Erkrankung. Das heißt, die Erreger befinden sich natürlicherweise im Körper, lösen aber bei normaler Körperabwehr keine Erkrankung aus. Erst bei herabgesetzter Immunabwehr können sie zu krankhaften Veränderungen führen. Dies ist der Fall bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, bösartigen Tumoren, HIV-Erkrankung sowie nach Gabe von Zytostatika, Hormonen oder Antibiotika.

Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis C-Virus (HCV) verursacht wird. Die Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte übertragen, eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten. Hepatitis C wurde früher als Hepatitis-Non-A-Non-B bezeichnet. Die Erkrankung verläuft in 50 Prozent der Fälle akut, dass heißt sie heilt spätestens nach 6 Monaten aus. Jede zweite Hepatitis C führt zur chronischen Hepatitis.

Feigwarzen zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Sie werden durch eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) hervorgerufen. Feigwarzen sind in der Regel kleine, stecknadelkopfgroße bis mehrere Zentimeter große, gutartige Gewebswucherungen mit rötlicher, graubräunlicher oder weißlicher Farbe.

Ein sexuell erfülltes Leben: Das wünschen sich viele Menschen von der Jugend bis ins hohe Alter. Jeder von uns sollte seine ihr oder ihm eigene Form von Sexualität entdecken und leben können - ohne Angst vor unerwünschten Folgen. Hierzu ist es wichtig, dass wir unseren Körper gut kennen - und verantwortlich mit ihm umgehen. Jeder Mensch sollte deshalb über sexuell übertragbare Erkrankungen Bescheid wissen. Vor allem, wie man sich und andere vor ihnen schützen kann. Sexuell übertragbare Krankheiten werden oft auch etwas ungenauer als "Geschlechtskrankheiten" bezeichnet.

Virustatika sind ganz allgemein Mittel, die die Vermehrung von Viren unterbinden. Sie werden vor allem zur Therapie bei Infektionen mit Herpesviren eingesetzt. Viren aus der Gruppe der Herpesviren lösen verschiedene Erkrankungen aus, darunter die einfache Herpeserkrankung und die Gürtelrose . Selten treten auch schwere Gehirnentzündungen durch Herpesviren auf. Viren können durch Veränderung ihres Erbgutes aber unempfindlich gegen eines oder mehrere dieser Virustatika werden.

Das Risiko, sexuell übertragbare Krankheiten zu bekommen, wird durch den Gebrauch von Kondomen stark herabgesetzt. Es empfiehlt sich, Kondome in Kombination mit einer Spermien abtötenden Salbe zu benutzen.

Chlamydien sind Bakterien, die je nach Untergruppe verschiedene Erkrankungen hervorrufen können. Chlamydia trachomatis, eine der häufigsten Chlamydienformen, verursacht Geschlechtskrankheiten und in tropischen Regionen eine entzündliche Bindehautentzündung, das so genannte Trachom. Chlamydien-Infektionen zählen heute zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten, bis zu zehn Prozent der Bevölkerung weltweit sind infiziert. Etwa 75 Prozent der Frauen und etwa 50 Prozent der Männer haben nach der Infektion mit Chlamydien nur geringfügige oder keine Beschwerden.

Unter den Begriff Geschlechtskrankheiten fallen nur bestimmte Krankheiten, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Dazu zählen Syphilis, Gonorrhö, Ulcus molle, Lymphogranuloma inguinale und Granuloma venerum. Sie sind im Gesetz zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten definiert. Heute werden die beiden Begriffe Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbare Krankheiten allerdings häufig synonym gebraucht.

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Der Verursacher ist das Hepatitis B-Virus (HBV), das durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma oder Vaginalschleim übertragen wird. Das Virus ist um ein Vielfaches infektiöser als das HI-Virus - der Erreger von Aids. Durch mikroskopisch kleine Hautverletzungen gelangt der Erreger in die Blutbahn. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen.
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